Notfalldose in der Kühlschranktür als Lebensretter

 

Der Seniorenbeirat der Stadt Arnsberg sorgt in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) Arnsberg, dem Städtischen Rettungsdienst, dem Rettungsdienst Hagelstein und der Fachstelle Zukunft Alter dafür, dass jedem älteren, kranken und interessierten Bürger stadtweit die Möglichkeit gegeben wird, ab 15. März für 2 € die grüne Notfalldose zu kaufen.

 

Warum?

Im Notfall zählt jede Sekunde! Nicht jeder ist in einer Notsituation, zum Beispiel durch Bewusstlosigkeit oder auch Stress, in der Lage, Angaben zum Gesundheitszustand und anderen wichtigen Details zu machen. Ohne wertvolle Zeit zu verlieren, stehen den Rettern aktuelle freiwillige Angaben auf dem Notfall-Infoblatt zum Gesundheitszustand, zu Allergien, Medikamenten, zur Krankenkasse, Versichertennummer, zu Kontaktdaten, zur Patientenverfügung und weitere  Einzelheiten (zum Beispiel: wer sich um die Wohnung, das Haustier oder die Blumen kümmern soll) zur Verfügung.

 

Was ist zu tun?

Füllen Sie das Notfall-Infoblatt aus, eventuell nehmen Sie sich auch Hilfe dazu. Stecken Sie es in die grüne Notfalldose und stellen Sie diese in die Kühlschranktür. Dieser Ort hat sich bewährt, da jeder einen Kühlschrank hat. Die Retter wissen, wo sich die Lebensretter-Dose befindet. Dann kleben Sie einen der beiden mitgelieferten Aufkleber von außen auf die Kühlschranktür und den anderen in Augenhöhe auf die Innenseite Ihrer Wohnungstür.

 

Expertentipp:

Harald Kroll  vom Städtischen Rettungsdienst empfiehlt, ein persönliches Foto in das Notfall-Infoblatt zu kleben. Dann kann niemand, der z.B. während Ihres Urlaubs die Blumen versorgt und dabei einen Notfall erleidet, mit Ihnen verwechselt werden.

Dr. Wetzchewald vom Institut für Notfallmedizin in Arnsberg und Katharina Busch, vom Deutschen Roten Kreuz in Arnsberg empfehlen, das Notfall-Infoblatt laufend zu aktualisieren.

Andreas Hagelstein vom Rettungsdienst Hagelstein würde es begrüßen, wenn die grüne Notfalldose als Lebensretter den Bürgern im gesamten Hochsauerlandkreis zugänglich gemacht werden könnte. In der Stadt Netphen zum Beispiel ist das schon der Fall. Die grüne Notfalldose ist dort mit einem überwältigenden Erfolg eingeführt worden. Die Idee ist so großartig, dass sich der Seniorenbeirat deshalb mit seinen Kooperationspartnern auch in Arnsberg um eine Einführung der grünen Notfalldose im gesamten Stadtgebiet kümmert.

Der Städtische Rettungsdienst und der Rettungsdienst Hagelstein werden die grünen Notfalldosen auf ihren Rettungswagen vorhalten und dann bei Bedarf an ihre Patienten weiterleiten.

 

Wo können Sie die grünen Notfalldosen ab 15. März kaufen?

Der Seniorenbeirat der Stadt Arnsberg hat das Startkapital für 300 Dosen  zur Verfügung gestellt.  Alle fünf Stadtbüros nehmen die Mehrarbeit gerne auf sich, um die Notfalldosen für den Seniorenbeirat zu verkaufen.

 Auch das Deutsche Rote Kreuz wird die grüne Notfalldose sowohl in der Geschäftsstelle in Arnsberg und darüber hinaus durch „Essen auf Rädern“ ab 15. März verkaufen.

Der Seniorenbeirat und seine Kooperationspartner würden sich   freuen, wenn sich noch weitere  Institutionen dem Projekt „grüne Notfalldose“ anschließen würden. Einige haben bereits Interesse bekundet. So u.a. das Sachverständigenbüro für Alten- und Krankenpflege Holbein, El Hadri Seniorenbegleitung und  das Netzwerk Demenz.

 

Ansprechpartner für interessierte Institutionen sind Katharina und Karl Wagner vom Seniorenbeirat der Stadt Arnsberg, Telefonnummer: 02931-938804  und Katharina Busch vom Deutschen Roten Kreuz, Telefonnummer: 02931-52000

 

 

Verkaufsstellen:

 

Stadtbüro Arnsberg, Alter Markt 19

Stadtbüro Hüsten, Marktstraße 3 (Ludgeripassage)

Stadtbüro Neheim, Lange Wende 476a

Stadtbüro Oeventrop, Kirchstraße 47

Rathaus, Rathausplatz 1

 

Deutsches Rotes Kreuz; (DRK), Hansastraße 17, 59821 Arnsberg

(Telefonnummer: 02931 – 52000)

 

Presseinformation Seniorenbeirat Arnsberg – Projekt Grüne Notfalldose

Text: Katharina Wagner

Arnsberg, 0 7.03.2017