27.05.2017  Brandeinsatz  in Arnsberg Herdringen, Bussardweg  Interner Brandmelder in
Führungskräfte der Feuerwehr Herdringen
      
 1908 – 1910   Erster Chef Dr. phil. Schulte
 1908 – 1920   1. Brandmeister Heinrich Schmidt
    stellv. Brandmeister Peter Denz
 1910 – 1933  Erster Chef  Generaldirektor Karl Jansen
 1920 –1925    1. Brandmeister  Peter Denz
   stellv. Brandmeister  Karl Kordes
 1925 –1945   1. Brandmeister  Friedrich Schmidt
    stellv. Brandmeister  Peter Denz
  1945 –1958  Einheitsführer  Karl Kordes
     stellv. Einheitsführer  Theodor Greve
 1958 –1972  Einheitsführer  Rudi Schweineberg
   stellv. Einheitsführer   Josef Kückenhoff
  1972 –1981   Einheitsführer   Josef Kückenhoff
   stellv. Einheitsführer  Josef Franke
 1981 –1988  Einheitsführer   Josef Franke
   stellv. Einheitsführer  Klaus-Peter Eickel
 1988 –2008   Einheitsführer   Klaus-Peter Eickel
 1988 –2002   stellv. Einheitsführer   Franz-Josef Fischer
  2002 –2008   stellv. Einheitsführer  Karl-Josef Kückenhoff
 2008 -   Einheitsführer  Karl-Josef Kückenhoff
   stellv. Einheitsführer  Michael Wenzel
     
     

Gründungsjahr 1908

16. März 1908

Abends um 20.30 Uhr treffen sich in der Gaststätte Heinrich Schmidt einige Herren um den Abschluss der Fastnachtsfeier des „Clubs Union“ mit Humor und Geselligkeit zu beschließen. Im Laufe dieses Abends wird den Herren Heinrich Schulte-Klüting, Josef Menke, Karl Schmidt, Fritz Behring, Heinrich Otto, Bernhard Hempelmann, Eberhard Voss, Phillipp Brinkschulte und Hubert Börger klar, einen Verein zu gründen, der als Hauptzweck vorwiegend gemeinnützig sein sollte. Nach einigen Überlegungen kam man zu dem Entschluss eine Feuerwehr zu gründen. Dieser Beschluss hatte einen triftigen Hintergrund. Einige große Brände in der Vergangenheit hatten gezeigt, dass es mit der Pflicht und Brandwehr keinen optimalen Brandschutz gab. An diesem Abend wurde schon ein Vorstand gewählt der die Aufgabe hatte, alles zu organisieren um eine Feuerwehr zu gründen. Heinrich Schmidt wurde als 1. Ehrenmitglied aufgenommen und gleichzeitig als Vereinswirt gewählt.

22. März 1908

Die erschienenen Mitglieder beschlossen folgende Vereinbarungen: Der Verein soll den Namen: „Komitee zur Gründung der Feuerwehr Herdringen“ tragen. Alle männlichen Dorfbewohner ab zwanzig Jahre die ihre Arbeitsstätte im Dorf haben sowie alle Handwerker des Dorfes einzuladen. Einen Antrag an die Gemeinde, einen Betrag von 600,00 Mark für die Gründung und die erste Ausrüstung der Feuerwehr zu stellen. Alle Anträge werden einstimmig angenommen.

1. April 1908

31 Mann sind zur „Vereinsversammlung“ erschienen. Als Gemeindevertreter waren Rentmeister Becker und Wigard Lichte anwesend. Der Vorsitzende des Gründungskomitees, Heinrich Schulte-Klüting, begrüßte die Erschienenen und legte in kurzen Zügen den Zweck der Versammlung dar. „ Hier handelt es sich um die Gründung einen wahrhaft nützlichen, für das Allgemeinwohl der Gemeinde, dienenden Verein.“ Die Durchführung des Projektes war mit Schwierigkeiten verbunden, namentlich im Bereich der Finanzen. Zur vollen Ausrüstung der Wehr mit 30 Personen waren etwa 1000 Mark erforderlich. Ein Antrag bei der Gemeinde auf Beihilfe von 600 Mark wurde von 28 Männern unterschrieben. Für die Unterzeichner galt die Unterschrift gleichzeitig als Beitritt in die neue Feuerwehr Herdringen. Als neuer Vorsitzender wurde Gastwirt Heinrich Schmidt gewählt. Herr Schmidt bedankte sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Er nahm die Wahl an und bat die Versammlung, mit vollem Ernst unter der Devise: „Gott zur Ehr dem Nächsten zur Wehr“ an der guten Sache weiter mit zu arbeiten.

8. April 1908

Der Vorsitzende eröffnete die Versammlung und teilte dem Vorstand mit, dass der Antrag auf die 600 Mark von der Gemeinde bewilligt worden war. Damit war die Hauptfrage für die Gründung gelöst. Die Anwesenden beschlossen, den Gründungstermin für Donnerstag den 9.4.1908 um 20.00 Uhr in der Gaststätte Heinrich Schmidt anzuberaumen.

9. April 1908

Die Versammlung begann mit 28 anwesenden Herren. Die engültige Gründung der Feuerwehr wurde angegangen. Alle anwesenden Männer erklärten sich ohne Ausnahme bereit, als Aktive der Feuerwehr beizutreten.

Wahlen

1. Chef Dr. Schulte.
2. Hauptmann Peter Denz.
2. Schriftführer Hubert Börger.
1. Gerätewart Fritz Behring.
2. Steigerführer Wilhelm Behring.
2. Spritzenführer Franz Leutner.
2. Zubringerführer Josef Werner.
2. Ordnungsführer Heinrich Zimmer.
1. Hauptmann Heinrich Schmidt
1.Schriftführer Heinrich Schulte-Klüting.
1. Kassierer Josef Menke.
1.Steigerführer Eberhard Schulte-Klüting.
1.Spritzenführer Hermann Magh.
1. Zubringerführer Mathias Otto.
1. Ordnungsführer Philipp Röttger.

Sämtliche Wahlresultate waren einstimmig. Alle Gewählten nahmen die Wahl an. Unter Punkt Verschiedenes wurde noch einmal über die erforderliche Ausrüstung der Feuerwehr diskutiert. Es musste noch einmal ein Betrag von 600 Mark aufgebracht werden. Zur Erlangung dieses Betrages wurde beschlossen, dass die aktiven Mitglieder einen monatlichen Betrag von 20 Pfennig und die beitretenden Ehrenmitglieder einen Jahresbeitrag von 3 Mark zu leisten haben.

20. April 1908

Herr Rentmeister Becker wurde gebeten, als Vertreter von Herr Dr. Schulte zu fungieren. Beide Herren waren im Hause von Fürstenberg angestellt. In dieser Sitzung wurden die ersten Statuten der Feuerwehr Herdringen ausgearbeitet, damit man sie bei der nächsten Generalversammlung den Mitgliedern vorlegen konnte.

23. April 1908

Generalversammlung im Vereinslokal Heinrich Schmidt. Herr Dr. Schulte verlas die endgültigen Statuten. Alle Mitglieder stimmten den Paragraphen mit eigenhändiger Unterschrift zu. Des weiteren wurde noch verhandelt und beschlossen, „als Vereinslokal das jetzige festzulegen“.

26. Juni 1908

Der Hauptmann gab bekannt, dass am 28. dieses Monats in Schwerte das Verbandsfest der Feuerwehren stattfände. Er hielt es aber für nicht gut, dass unsere Männer noch ohne Uniform und Zugehörigkeit zum Verband da erscheinen. Beschlossen wurde aber heute der Beitritt in den Feuerwehrverband sowie zur Feuerwehrunfallkasse. Das Amt eines Kommandoboten wurde unter den Mitgliedern vergeben und Wilhelm Behring als solcher angestellt. Derselbe erhält für jeden Botengang 25 Pfennig.

19. Juli 1908

Auf der Vorstandssitzung gab Hauptmann Schmidt bekannt, dass die Firma Meier eine Teilsendung der neuen Uniformen geliefert hatte. Die Sendung entsprach aber nicht den getroffenen Abmachungen. Die Joppen (Jacken) wurden vorgelegt und besichtigt. Hierauf wurde beschlossen, dieselben zu reklamieren und die Joppen retour zu senden. Die ersten Anregungen für einen Steigerturm wurden gemacht. Hauptmann Schmidt wollte einen Teil des Bauholzes spenden. Herr Rentmeister Becker wollte bei dem gräflichen Haus von Fürstenberg darauf hinwirken, das restliche Holz zur Verfügung zu stellen. Herr Becker wollte zur Unterhaltung und echten Kameradschaft für jeden ein Liederbuch beschaffen und bezahlen.

12. August 1908

Nach der Übung wurden von der Versammlung folgende Vereinbarungen mit dem Vertreter der Kleiderfirma getroffen. Die Reklamationen wurden anerkannt und berichtigt. Die Helmschilder entsprachen den Abmachungen, sollen aber um den Ortsnamen zu verdeutlichen, in der Bandschleife in Emaillelack hergestellt werden.

3. September 1908

Zu der Ausgabe der Ausrüstungsstücke, zu der mit Hornsignal eingeladen wurde, war die gesamte Mannschaft angetreten. Nach der Verteilung der Stücke musste jeder Empfänger die ausgefüllten Haftscheine unterschreiben. Er bat die Männer um die Ablegung des Handgelöbnisses. Ohne Ausnahme verpflichteten sich die Feuerwehrmänner mit Handschlag.

25. Oktober 1908

1.Stiftungsfest im Saale des Hauptmann Schmidt. Nach der Begrüßung durch Herrn Rentmeister Becker wurde ein Prolog vorgetragen und ein schönes Programm abgewickelt. Der Saal war voll besetzt.

1. November 1908

Um 7:30 Uhr brannte das Einwohnerhaus des Gastwirtes Schmidt. Die Feuerwehr war schnell da, rettete das gesamte Mobilar und beschränkte das Feuer auf seinen Herd. Die Wasserleitung gab Wasser im Übermaß.

15. November 1908

Die Feuerwehr war um 10:30 Uhr in Uniform und mit allem Gerät zur Überreichung der Ehrenmitgliedskarte auf dem Schlosshof angetreten. In seiner Ansprache bat der Hauptmann Schmidt den Grafen, seine hauseigene Feuerspritze der Feuerwehr Herdringen für Übung und Brandeinsatz zur Verfügung zu stellen. Der Graf erwiderte, dass er dem Chef der Feuerwehr, Herrn Dr. Schulte zugesichert habe, dass die Feuerwehr die Spritze jederzeit benutzen darf. Durch Zirkular eingeladene Generalversammlung. Hauptmann Schmidt eröffnete die Versammlung und erteilte Herrn Rentmeister Becker das Wort. Herr Becker gab bekannt, dass der Herr Graf der Feuerwehr einen jährlichen Betrag von 20 Mark überwiesen hätte. – B r a v o ! – Der erste Chef der Feuerwehr Herr Dr. Schulte erschien und übernahm die weitere Leitung der Versammlung. Auf der Tagesordnung stand noch die Wahl eines stimmberechtigten Vertreters in den Vorstand. Herr Becker wurde einstimmig gewählt.

3. Dezember 1908

Vorstandssitzung. Hauptmann Schmidt legte den Anwesenden die Rechnung über die Wachstunden des ersten Brandes vor. Der Betrag von 89 Mark sollte aber den Tagwachen, die gleichzeitig den neuen Steigerturm gestrichen hatten zukommen. In Anerkennung für die Wehr bei dem Brand seines eigenen Hauses überwies Herr Schmidt der Feuerwehrkasse einen Betrag von 50 Mark als Geschenk.

Erste Brandstelle

Dieses Foto wurde am 1. November 1908 auf den Trümmern des Wohnhauses vom Hauptmann Heinrich Schmidt gemacht. Das Haus war am Abend des 31. Oktober 1908 abgebrannt.

Oben links: Josef Menke, Anton Biermann, Wilhelm Behring, Wilhelm Latzer, Anton Kordes, Johannes Schulte, Heinrich Schulte-Klüting.
2. Reihe : Peter Denz, Karl Schmidt, Johannes Wälter, Bernhard Hempelmann, Wilhelm Pieper, Fritz Vornweg, Karl Kordes, Fritz Behring.
3.Reihe : Franz Leutner, Kasper Dreisbusch, Heinrich Schulte, Heinrich Otto, Anton Kneer, Bernhard Schulte- Eickhoff, Heinrich Schmidt, Wilhelm Beckschäfer
4. Reihe: Hermann Magh, Heinrich Zimmer, Philipp Röttger, Josef Werner, Matthias Otto, Wilhelm Neuhaus.


25 Jahre

Freiwillige Feuerwehr Herdringen


Gliederung der Freiwilligen Feuerwehr Herdringen im

Jubiläumsjahr 1933

Chef der Wehr:            Generaldirektor Karl Jansen
1. Brandmeister :         Friedrich Schmidt
2. Brandmeister :         Peter Denz
Schriftführer :               Heinrich Schulte-Klüting -/Steiger
Kassierer :                    Anton Enste –/Ordnungsmann
Gerätewart :                 Fritz Behring -/Steiger

Abteilungsführer :

Wilhelm Behring -/ Steiger. Theodor Schröder -/ Zubringer. Rudolf Schweineberg -/Spritze. Karl Schmidt - / Ordnungsdienst.

Stellvertreter :
Karl Kordes -/Steiger. Johann Schulte -/ Zubringer. Franz Leutner -/Spritze Heinrich Zimmer -/ Ordnungsdienst.

Mannschaften:

Steiger:
Anton Kordes. Wilhelm Latzer. Johann Röttger. Franz Kückenhoff. Josef Wälter. Anton Strotmeyer.

Spritzenmann

Johann Wälter sen. Hermann Altmann. Josef Kückenhoff. Theodor Kneer. Heinrich Kretzer. Josef Dreisbusch. Anton Schwingenheuer. Rudolf Blumenthal. Bernhard Hempelmann. Josef Otto. Franz Otto.

Zubringer
August Hoffmann. Theodor Greve. Johann Wälter jun. Josef Weber. Heinrich Biermann. Heinrich Neuhaus.

Ordnungsdienst
Eberhard Schulte-Klüting. Martin Eickel. Franz Pichmann. Wilhelm Ricke jun. Johann Krippendorf. Karl Neuhaus. Theodor Lingenhöfer.

 
Foto zum 25 . Feuerwehrjubiläum

am 13. und 14. Mai 1933

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Oben Links: Strotmeyer Anton, Pichmann Franz, Ricke Willi, Wälter Johannes, Lingenhöfer Theodor, Schwingenheuer Anton, Weber Josef, Neuhaus Heinrich, Altmann Hermann, Kneer Theodor, Krippendorf Johannes, Kückenhoff Franz, Schulte Kasper, Kordes Karl, Werner Josef, Schulte Friedrich, Münstermann Josef, Ricke Franz.
Mitte Links: Enste Anton, Schmidt Karl, Schröder Theodor, Otto Josef, Röttger Johannes, Blumenthal Rudolf, Dreisbusch Josef, Schulte-Klüting Heinrich, Behring Fritz, Wälter Josef , Kretzer Heinrich, Greve Theodor, Schweineberg Rudolf, Kückenhoff Josef, Kordes Karl.
Unten Links: Hoffmann August, Leutner Franz, Schulte Johann, Wälter Johann, Behring Wilhelm, Denz Peter, Jansen Karl, Schmidt Friedrich, Schulte-Klüting Eberhard, Latzer Wilhelm, Hempelmann Bernhard, Kordes Anton, Zimmer Heinrich.

Dieses Foto wurde am 6. Mai 1930 vor dem gerade übergebenen neuen „Feuerwehrgerätehaus mit Steigerturm“ gemacht.

19583

50 Jahre Feuerwehr Herdringen
 
Trotz der Stürme der Zeit, Deutschlands schwerste Zeit, angefüllt mit der Not zweier Kriege, wurden die Ideale der Männer, die sich vor 50 Jahren zusammenschlossen, bis auf den heutigen Tag weitergetragen und hochgehalten. Diese Ide-ale sind Opfersinn, Hilfsbereitschaft, Nächstenliebe und Kameradschaft. Durch die Tat haben es unsere Feuerwehrmänner in vielen Einsätzen bewiesen, dass ihr Wahlspruch.

 „ Gott zur Ehr dem Nächsten zur Wehr“
nicht leere Worte sind. Die ganze Bevölkerung freute sich, mit ihren Feuerwehrmännern das Jubiläum festlich zu begehen. Sie brachte damit den Dank zum Ausdruck, den sie der Wehr schuldete. „Die Gemeinde wird der Wehr ihren Dank dadurch abstatten, dass sie wie bisher der Wehr eine gute Ausrüstung gibt und sie bei der Pflege der Kameradschaft unterstützt“. Diese Grußworte vom Amts-und Gemeindedirektor Philipp Klippel und vom Herdringer Bürgermeister Bernhard Schulte-Eickhoff bekunden, dass nach den Kriegswirren wieder ein geordnetes Zusammensein geschaffen worden ist. Den Zusammenhalt und das Miteinander der Feuerwehr mit dem Dorf und seinen Vereinen wurde am 8. Juli 1958 vom Neheim-Hüstener Volksblatt in treffender Weise geschildert: Höchste Lebensform: In Freiheit dienen. Glückwünsche für Herdringens Feuerwehr. Es war erfreulich festzustellen, mit welcher Herzlichkeit die ganze Dorfgemeinschaft Anteil nahm an dem Goldjubiläum ihrer Feuerwehr und vor allem denen dankte, die vor 50 Jahren die Wehr zum Schutze des Dorfes und seiner Bewohner vor Feuergefahr sowie zur Hilfe da, wo immer es auch nottut, ins Leben riefen. Da waren die Musikanten, die Sänger und Turner dabei, als es galt, den Festabend am Samstag im Schützenhof zu verschönern.

Brandmeister Karl Kordes, der als Mitgründer der Feuerwehr Herdringen für seine 50 jährige Treue geehrt wurde, hatte sein Amt als Feuerwehrchef bis zu seinem 75 Geburtstag in vorbildlicher Weise geführt. Der Amtsbürgermeister in seiner Laudatio: „ Als Mitbegründer der Wehr sei Kordes heute noch mit erstaunlicher Elastizität und großem Pflichtbewusstsein im Dienst. Dank seiner Arbeit dürfte sich die Wehr zu den bestausgerüsteten und schlagkräftigsten im ganzen Amt zählen. Dafür gebührt ihm der Dank der ganzen Gemeinde.“Karl Kordes legte mit 75 Jahren sein Amt als Wehrführer nieder. Er wurde von den Kameraden zum Ehrenbrandmeister vorgeschlagen und von der Wehrführung zum Ehrenbrandmeister bestellt.

Als Nachfolger von Karl Kordes wurde Oberbrandmeister Rudi Schweineberg als Wehrführer gewählt. Sein Stellvertreter wurde Josef Kückenhoff.

1966

Anschaffung des neuen LF16. Umbau, Anbau des Gerätehauses.

In der Generalversammlung gab es eine erregte Diskussion über die Ausführungen der Versicherung über das neue Fahrzeug. Es wurde unmissverständlich erklärt, wer für die Schäden am Fahrzeug aufzukommen hat.

Der nun folgende Punkt der Tagesordnung ließ alle bis dahin lebhaft geführten Diskussionen verstummen und rief alle erhitzten Gemüter wieder zur Besinnung. Ging es doch um die Verabschiedung des Kameraden Fritz Zimmer, der nach 27 Jahren vom aktiven Dienst in den Ruhestand ging. Für 35 Jahre Feuerwehrdienst wurden die Kameraden Josef Werner und Friedrich Schulte geehrt. Aufgenommen in die Wehr wurde der neue Vereinswirt Manfred Vongehr sowie Gebhard Weide und Johannes Hoppe. …Bericht des Einsatzleiters Josef Kückenhoff : Jeder Feuerwehrmann soll in der Zukunft für den Ernstfall und für seine persönliche Sicherheit einen Personen bezogenen Feuerwehrausweis erhalten.

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Am 15.12.1966 Großbrand am Schloss Herdringen. Der Brandherd im Dachstuhl weitete sich so rasend schnell aus, dass die benachbarten Wehren alarmiert werden mussten. Zu Hilfe kam der Löschzug Neheim und die Arnsberger mit der großen Drehleiter. Die Herdringer hatten ihre gesamten Gerätschaften und Fahrzeuge wegen des Umbaues des Gerätehauses in der Nähe des Brandherdes im Schlossgebäude untergestellt. So konnte Dank des schnellen Eingreifens und des Einsatzes mit dem neuen LF16 der Schaden begrenzt und das Feuer unter Kontrolle gebracht werden.




Neubau
eines Feuerwehrgerätehauses in Herdringen

In der Gemeinderatssitzung im Februar 1966 wurde unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Kurt Schmidt (1965-1975) beschlossen, dass das alte Feuerwehrgerätehaus umgebaut und erneuert werden sollte. Dieses war nach der Anschaffung des neuen Fahrzeugs unbedingt notwendig geworden. Der Antrag an den Kreisdirektor hatte folgenden Wortlaut: Die Gemeinde Herdringen beabsichtigt das im Jahre 1928 erbaute Feuerwehrgerätehaus zu erweitern und den Übungsturm umzubauen. In das geplante Gerätehaus soll die vorhandene Trafostation der VEW einbezogen werden. Als Tore sollen große Stahlfalttore eingesetzt werden.

Als die Zeichnungen im Mai 1966 beim Oberkreisdirektor zur Genehmigung vorlagen und offenkundig wurden, regen sich bei etlichen Feuerwehrkameraden Bedenken gegen die Ausführung des Übungsturmes. Nicht nur den Feuerwehrleuten sondern etlichen Herdringer Bürgern gefiel die moderne Art des Turmes nicht. Nach Protesten aus allen Schichten der Bevölkerung kam man zu dem Schluss, dass man den alten Turm stehen lassen will. Dass man mit dieser Entscheidung richtig lag, sieht man an der Tatsache, dass der Turm auch noch einen weiteren Anbau überstanden hat. Die Kosten wurden mit ca.90.000 DM veranschlagt. Schon im Sommer 1966 wurde mit dem Abriss des alten Gebäudes begonnen und mit dem Neubau angefangen.
Die Einweihung des neuen Gerätehauses sollte am Samstag 3.6.1967 in Verbindung mit dem Stadtverbandstag in Herdringen gefeiert werden.

19725

An die am Nachmittag stattgefundene Jahresabschlussübung hatte Kamerad Josef Kückenhoff zu einer Hauptdienstbesprechung um 19.00 Uhr in das Gerätehaus eingeladen. Es ging um die Wahl des neuen Wehrführers und dessen Stellvertreter und um die Verabschiedung verdienter Wehrmänner aus dem aktiven Feuerwehrdienst. Neben den Feuerwehrkameraden waren auch Bürgermeister Kurt Schmidt und Kreisbrandmeister Hahne erschienen. Zu Beginn der Dienstbesprechung, in der es um die Neuwahl eines Wehrführers, -Kamerad Schweineberg hatte sein Amt aus Altersgründen zur Verfügung gestellt und seines Stellvertreters ging, wurden die Formalitäten der Wahl bekannt gegeben. Aus der Kameradschaft kam der Vorschlag Oberbrandmeister Josef Kückenhoff zum Wehrführer und Brandmeister Josef Franke zu seinem Stellvertreter zu wählen. Nach kurzer Diskussion konnte Kreisbrandmeister Hahne bekannt geben, dass beide Kameraden einstimmig von der Kameradschaft akzeptiert wurden. Beide Kameraden bedankten sich für das Vertrauen und nahmen die Wahl an. Bürgermeister Kurt Schmidt bedankte sich bei dem langjährigen Leiter der Wehr, Schweineberg, und hieß die beiden neu gewählten Führungskräfte Kückenhoff und Franke im Namen der Gemeinde herzlich willkommen. Kreisbrandmeister Hahne sagte, dass er so einem harmonischen Lauf bei einer Dienstbesprechung lange nicht mehr beigewohnt hatte.

19816

Wechsel bei der Führung des Löschzuges Herdringen. Der erkrankte Löschzugführer Oberbrandmeister Josef Kückenhoff hatte die Wehrführung um Verabschiedung aus dem aktiven Feuerwehrdienst gebeten. Der Stadtwehrführer Max Sturzenecker bedauerte den Entschluss von Josef Kückenhoff. Mit anerkennenden Worten würdigte er die Verdienste von Josef Kückenhoff als Amtsbrandmeister sowie als Wehrführer der Stadtteileinheit Herdringen. Sein Wunsch auf Verabschiedung wurde von allen Kameraden respektiert.
In dieser Hauptdienstbesprechung wurde Hauptbrandmeister Josef Franke einstimmig zum Löschzugführer und Oberbrandmeister Klaus-Peter Eickel ebenfalls einstimmig zu seinem Stellvertreter gewählt. Josef Franke führte durch die Hauptdienstbesprechung am 7.3. 81 im Saale Vongehr. Nach der Begrüßung berichtete der Zugführer, dass die Wehr im vergangenen Jahr zu neun Einsätzen gerufen wurde. Alle Einsätze konnten dank der guten Ausbildung der Wehr in kurzer Zeit beendet werden.
Zum Abschluss einiger Beförderungen kam der Stadtwehrführer zu einer besonderen Ehrung. Paul Weber wurde für 25 Jahre aktiven Dienst mit dem Feuerwehrverdienstorden ausgezeichnet. Kurt Schmidt, Ortsvorsteher und Leiter des Finanzausschusses der Stadt Arnsberg gab bekannt, dass mit der Auslieferung des neuen TLF 8/18 noch in diesem Jahr gerechnet werden konnte. Die neue Bestuhlung des Gerätehauses musste wegen fehlender Mittel verschoben werden. Nach 20 Jahren Osterfeuerbau versprachen die Kameraden auch in Zukunft weiterzubauen.

1983

Stadtverbandstag und 75 Jahre Feuerwehr Herdringen

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vorne von l. Josef Otto, Franz Kückenhoff, Heinrich Gerwin
hinten von l: Amtsbrandmeister und Wehrführer Josef Kückenhoff,
                     Zugführer Josef Franke, Ehrenbrandmeister Rudi Schweineberg


19888

Neuer Wechsel in der Führung: Klaus-Peter Eickel wird neuer Zugführer in der Stadtteileinheit Herdringen. Zu seinem Stellvertreter wird Oberbrandmeister Franz-Josef Fischer einstimmig gewählt.










Brand des Spielerheimes der Freilichtbühne am 6.1.2002


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2003

Hauptdienstbesprechung am 8.3.2003 Nach der Begrüßung durch Peter Eickel wurde des langjährigen Kameraden und Leiter der Herdringer Wehr Josef Franke gedacht. Josef, zuletzt Leiter der Ehrenabteilungen Herdringen und Hüsten verstarb am 26.7 02. Sein Nachfolger bei der Ehrenabteilung wurde Rudi Eickel. Peter Eickel gab einen Überblick über die neuen Laufbahnverordnungen. Der Wechsel der Leitstelle nach Meschede wurde nicht nur mit der Modernisierung sondern auch mit einem enormen finanziellen Aufwand vollzogen. Die neue Struktur der Leitstelle hat aber jetzt ein einheitliches System für den gesamten Hoch- sauerlandkreis. Franz-Josef Fischer ( stellv. Zugführer, Ausbildungsleiter ) wurde an seinem 60. Geburtstag am 22.3.2002 aus der aktiven Wehr verabschiedet und in die Ehrenabteilung übernommen. Nachfolger wurde Karl-Josef Kückenhoff.


2007

Das 99 Jahr in der Geschichte der Feuerwehr Herdringen war schon früh geprägt von großen Einsätzen. Am 18. Januar fegte der Orkan Kyrill über das Land und verwüstete die Sauerländer Wälder in einem nicht gekanntem Ausmaß. Stundenlang waren die Einsatzkräfte vor Ort um umgestürzte Bäume von Straßen und gefährdeten Gebäuden zu räumen. WP vom 19.1. „Keine Pause für Einsatzkräfte“. WR vom 20.1. „Erbitterter Kampf gegen umgestürzte Bäume“. Blitz. vom 20.1. „Killerorkan fegt mit 202 km/h über Westfalen“. Das Sauer- und Siegerland besonders betroffen waren, belegt die Statistik. 25 Millionen umgestürzte Bäume in unserer Region, machen etwa die Hälfte der Schäden von ganz Deutschland aus.

20081110

Nach 20 Jahren der Führung übergab Klaus-Peter Eickel am 09. Februar die Führung an seinen Stellvertreter, Brandinspektor Karl-Josef Kückenhoff. Ihm zu Seite steht nun als sein Stellvertreter Brandinspektor Michael Wenzel.







100 Jahre Feuerwehr Herdringen

Die Löschgruppe bestand im Jubiläumsjahr aus 38 aktiven Feuerwehrkameraden/innen, 11Kameraden der Ehrenabteilung und 9 Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr.
Am 13. Juni wurde der Kommersabend und zudem der interne Abend für die Kameradschaft abgehalten. Einen Tag später, am 14. Juni, wurde das Fest zum 100-jährigen Bestehen, mit dem 30. Stadtverbandtag kombiniert, gefeiert.

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2011
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Die Löschgruppe Herdringen traf sich am Samstag, den 12.02.2011 zu ihrer Jahreshauptdienstbesprechung im Feuerwehrgerätehaus Herdringen. Hierbei konnte sie auf ein ereignisreiches Jahr 2010 zurück blicken. Ausweislich des Jahresberichts des Herdringer Löschgruppenführers Karl-Josef Kückenhoff wurde die14 Herdringer Wehr im Jahr 2010 zu 29 Einsätzen gerufen, bei denen insgesamt 1.009 Einsatz-Stunden geleistet wurden. Der gute Ausbildungsstand der Löschgruppe Herdringen konnte weiter verbessert werden. Hierfür sorgten unter anderem 17 Kameraden, die 30 verschiedene Lehrgänge besuchten.

Sonja Klaus absolviert erfolgreich den F III Lehrgang und wird erste weibliche Führungskraft der Arnsberger Feuerwehr.

Felix Strotmeyer wird neuer Kreisjugendfeuerwehrwart im Hochsauerlandkreis.






2013

Die Feuerwehr Arnsberg ändert ihre interne Organisationsstruktur. Es werden insgesamt 6 Basislöschzüge gegründet. Die LG-Herdringen und die LG-Holzen bilden zusammen den Basislöschzug 4.

Durch diese Einführung übergab Karl-Josef Kückenhoff sein Amt als Löschgruppenfüher an Michael Wenzel.

Karl-Josef Kückenhoff wurde erster Basislöschzugführer des Basislöschzuges 4.

Dirk Eisenberg wurde für 25 Jahre Feuerwehrdienst und Felix Strotmeyer und Karl-Josef Kückenhoff für 35 Jahre Feuerwehrdienst geehrt.
Weitere Ehrungen fanden bei den Kameraden Hermann Strotmeyer für 50 Jahre und bei Theo Kneer für 60 Jahre Feuerwehrdienst statt.

Ein Fahrzeugwechsel stand an: Das „alte“ LF8/6 wurde, nachdem es jahrelang gute Dienste geleistet hat, durch ein neues und modernes LF20 KatS ersetzt.

160125 LF KatS LG Herdringen

Funkrufname Florian Arnsberg 8-LF20KatS-1 Besatzung 1 + 8

Technische Daten:
Baujahr 2013
Leistung 250 PS
Vmax 90 km/h
Gewicht 14.000 kg
Beladung (u.a): Feuerlöschkreiselpumpe - FPN 10-2000-1H
Tragkraftspritze - PFPN 10-1500 UP 3
Löschmittelbehälter mit 1.000 L Wasser
Pneumatiklichtmast 2 x 1.000 W

Feuerwehrtechnische Beladung in Anlehnung an LF KatS des Bundes.



2014

Der Basislöschzug 4 - bestehend aus der Löschgruppe Herdringen und Holzen – kamen am Samstag den 08.03.2014 zur ersten gemeinsamen Jahreshauptdienstbesprechung in der Schützenhalle Herdringen zusammen.

Georg Biermann übergab sein Amt des Gerätewartes nach erfolgreichen 16 Jahren an den Kameraden Reinhard Severin.

Die Kameraden Frank Schlinkmann und Günter Göbel wurden nach 35 und 39 Dienstjahren in die Ehrenabteilung übernommen.

Für 25 Jahre Feuerwehrdienst wurde Frank Weber und für 50 Jahre Feuerwehrdienst Franz-Josef Fischer und Herbert Schirp geehrt.