Stadtgebiet Arnsberg. Das Orkantief „Friederike“ sorgte am Donnerstag für Ausnahmezustand bei den Feuerwehreinheiten im Stadtgebiet Arnsberg, insgesamt rückte die Wehr zu 128 Einsätzen aus.

Der erste Alarm kam von der Kreisleitstelle in Meschede um 10.20 Uhr. In Bruchhausen ragte ein abgeknickter Baum auf die Fahrbahn. Die Besatzung des Löschfahrzeuges der Wache Arnsberg hatte die Lage schnell im Griff. Dann ging es allerdings Schlag auf Schlag und wenig später heulten in den Stadtteilen die Sirenen. Umgestürzte Bäume, teilweise auf Häuser und Dächer gefallen, lose Dachziegel und unzählige Äste auf den Straßen hielten die Feuerwehr-Einheiten stundenlang in Atem. Um 12.35 Uhr wurde am Feuerwehrgerätehaus Ruhrstraße in Arnsberg ein so genannter „Meldekopf“ eingerichtet, d.h. in einer mobilen Einsatzzentrale, bestehend aus dem Einsatzleitwagen des Fernmeldedienstes und dem Abrollbehälter Einsatzleitung (AB EL) liefen alle Fäden zusammen.

Spektakulärster Einsatz war am Karolinen-Hospital des Klinikums Arnsberg. Dort stürzte ein Flachdach auf den Vorplatz des Krankenhauses, ein Winkelblech durchschlug dabei ein Fenster der Intensivstation. Die Straße „Stolte Ley“ in Hüsten war während der Bergungsarbeiten von der Polizei voll gesperrt. Gesperrt waren ebenfalls die Straße nach Wennigloh sowie der Ochsenkopf und die Hellefelder Höhe. Auf dem Ochsenkopf waren Lkws von herabgestürzten Bäumen eingeschlossen und mussten von der Feuerwehr befreit werden. Schlimm traf es die Schützenhalle in Rumbeck, hier deckte eine schwere Böe Teile des Daches ab. Am späten Nachmittag beruhigte sich die Lage, die Feuerwehr war allerdings in vielen Teilen des Stadtgebietes mit der Beseitigung von Folgeschäden beschäftigt. Im Einsatz war die Gesamtwehr der Stadt Arnsberg mit insgesamt 235 Einsatzkräften.