Jugendfeuerwehrarbeit ist genauso Teamarbeit wie die Arbeit im Einsatzdienst der Feuerwehr. Um dies zu trainieren und auch dabei jede Menge Spaß zu haben, traf sich die Jugendfeuerwehr Arnsberg zusammen mit Ihren Ausbildern am 19. Mai 2018 morgens am Gerätehaus Arnsberg, um gemeinsam an einem „Teambuilding“ am Möhnesee teilzunehmen.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Stadtjugendfeuerwehrwart Christian Karla wurden die Fahrzeuge besetzt und es ging Richtung Möhnesee.

Dort angekommen, wurden die Jugendlichen von den Teamleitern Dennis und Fabio von der Eventagentur „Christian Becker Möhnesee GmbH“ in Empfang genommen. Man konnte wählen, ein Floß zu bauen oder auf dem Kanu den Möhnesee zu erkunden. Entsprechend den Wünschen wurden die Teams aufgestellt und es ging gleich los. Die Kanuten bekamen von Kanuführer Dennis zuerst eine Sicherheitsunterweisung. Danach wurden sieben Kanus vom Anhänger entladen, die Schwimmwesten, übrigens farblich passend zur Jugendfeuerwehruniform, Paddel und sonstiges Zubehör organisiert, bevor es kurz danach direkt ins 11 Grad kalte Wasser ging. Als alle Kanus mit jeweils drei Jugendfeuerwehrangehörigen und einem Ausbilder besetzt waren, wurden kräftig die Paddel geschwungen. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten hatte jedes Team seinen persönlichen Takt gefunden und die ersten Zwischenziele (Bojen) wurden gemeinsam angesteuert. Mitten auf dem Möhnesee bekamen die Jungkanuten von Bootsführer Dennis dann die Aufgabe, alle Boote zu einem „großen“ Kanu aneinanderzureihen und dann als eine große Einheit weiter paddeln. Diese Aufgabe meisterten die Jugendlichen recht schnell und es wurde ein Teilstück auf der Möhne gemeinsam zurückgelegt. Nach über zwei Stunden auf See, natürlich gab es zwischendurch auch eine Pause,  ging es mit müden Armen zurück zum Anleger.

 

Die Floßbauer hatten es nicht so leicht wie die Kanufahrer, denn sie mussten ihren schwimmenden Untersatz erst bauen, bevor es ins kühle Nass ging. Teamleiter Fabio erklärte zunächst die Technik, die angewendet werden müsse. Er erklärte, wie die Schwimmträger der Flöße mit Seilen verbunden werden (mit Knoten kennt sich die Jugendfeuerwehr ja bestens aus) und wie die Teams der Jugendlichen ihre Größe des Floßes bestimmen können. Dafür musste wegen der Tragfähigkeit der Flöße das jeweilige Gesamtgewicht der Gruppen ausgerechnet werden. Anschließend wurden Baumaterialien gesucht und untereinander verknotet. Teamleiter Fabio beobachtete die Gruppen bei dieser Aufgabe und verteilte auch entsprechend Punkte. Während des Zusammenbaus der Flöße wurden diese von den Jugendlichen schon mal mit phantasievollen Namen wie MS Rapunzel, Titanic, Fireboat, LSP und Seepferdchen getauft.

Nachdem die Flöße montiert und auf Schwimmtauglichkeit getestet waren, folgte auch hier eine Sicherheitseinweisung. Dann wurde es Ernst: Die Flöße wurden zu Wasser gelassen und nach ein paar Runden mit den mehr oder weniger schwimmtauglichen „Booten“, trafen auch die Teams der Kanuten am Ufer ein.

Wieder an Land wurde das Floß-Team „Titanic" bei einer kleinen Siegerehrung besonders hervorgehoben. Die Jugendlichen hatten nach Ansicht des Teamleiters am effektivsten und am ordentlichsten zusammengearbeitet.

Nach Dankesworten des Veranstalters und des Stadtjugendfeuerwehrwarts Christian Karla ging es zurück nach Arnsberg, wo am Gerätehaus an der Ruhrstraße der Tag bei kühlen Getränken und einer leckeren Bratwurst ausklang.