IMG_4216.jpg

 

Am ersten Maiwochenende hatten sich 19 Mitglieder der Jugendfeuerwehr für 24 Stunden im Feuerwehrgerätehaus Herdringen einquartiert. Ziel dieser „Rund um die Uhr Übung“ war, den Jugendlichen einen praktischen Einblick in die Arbeit einer Berufsfeuerwehr zu vermitteln.

Hier ein chronologischer Abriss von 1440 Minuten Wach- und Einsatzdienst:

 

Freitagabend 18 Uhr:

Die Jugendlichen und ihre Ausbilder treffen am Gerätehaus in Herdringen ein und beziehen, ausgestattet mit Luftmatratze und Feldbett, ihr Unterkunft. Danach wurde die Einteilung auf die beiden Löschfahrzeuge festgelegt, damit im Ernstfall jeder weiß, auf welchem Auto er mitfährt.

 

19.30 Uhr:

Der Alarmgong ertönt und die Durchsage „Brandeinsatz in Voßwinkel“. Vor Ort wartete auf die Jugendlichen ein kleines Feuer, das von den Ausbildern vorbereitet worden war. Nach kurzer Erkundung begannen die Kids mit dem Löschangriff. Wenig später dann das Kommando: „Feuer aus“. Zurück am Herdringer Gerätehaus gab es nun erst einmal was auf die Gabel. Grillen war angesagt und es gab reichlich. Die Jugendlichen griffen ordentlich zu und gingen dann zum gemütlichen Teil über.

 

23.00 Uhr: Bettruhe

Samstagnacht 0.00 Uhr: Grade eingeschlafen, ging der Gong erneut. Gemeldet wurde eine vermisste Person in der Wiebelsheide, also nicht weit vom Gerätehaus entfernt. Noch leicht verschlafen machten sich die Jugendlichen auf den Weg zu Einsatzort. Nach kurzer Zeit fanden sie den Mann in einem nahegelegenen Waldstück. Nachdem klar war, dass keine weitere Person vermisst wurde, ging es wieder zurück zum Gerätehaus und schnell wieder ins Bett.

 

5.30 Uhr:

Noch im Tiefschlaf, schreckte der Gong die Jugendlichen wieder aus den Federn. Gemeldet war eine unbekannte auslaufende Flüssigkeit und

eine vermisste Person. Am Gerätehaus Müschede eingetroffen wurde der Passant, der die Leitstelle informiert hatte, zu näheren Info befragt. Nun war klar, dass auf jeden Fall eine Person vermisst wurde. Zudem floss eine unbekannte Flüssigkeit unter den Toren hindurch ins Freie. Ein Trupp unter Atemschutz machte sich auf den Weg in die Garage. Hier fanden die Retter einen Mann in einer Flüssigkeit liegen. Zügig wurde die Person an die frische Luft transportiert. Danach wurde das Gerätehaus gelüftet.

Nach einer kurzen Reflexion mit den Ausbildern wurde auch dieser Einsatz mit den Worten "Zum Abmarsch fertig" abgeschlossen. Danach gab es ein deftiges Frühstück.

Nach dem Frühstück wurden die Fahrzeuge gewaschen und es wurde das Aufstellen einer Bockleiter geübt.

 

11.00 Uhr:

Abermals ertönte der Alarmgong mit der Durchsage „Brandmeldeanlage WEPA ausgelöst“.

Dort angekommen wurde die Laufkarte für den ausgelösten Melder gesucht. Jetzt wussten die Jugendlichen wo sie hin mussten, und die Einsatzleitung schickte schnell den Angriffstrupp zur Erkundung in das Gebäude vor. Mit einem C-Strahlrohr ging es Richtung Warenannahme. Hier hatte eine Klopapierrolle angefangen zu brennen, und den Rauchmelder ausgelöst. Nachdem kein weiterer Schaden erkennbar war, wurden die Schläuche wieder zurückgebaut und zur Erinnerung noch ein

Gruppenfoto gemacht.

Zum Mittagessen gab es Pizza. Alle schlugen sich den Bauch voll und waren froh, jetzt erst einmal Ruhe zu haben und die Sonne genießen zu können.

 

14.00 Uhr:

Der Gong ertönt erneut. Gemeldet war eine vermisste Person in einem verrauchten Haus am Gerätehaus Hüsten. Schnell ging der mit Atemschutz ausgerüstete Angriffstrupp in das Gebäude vor.

Es wurde gerufen, doch keiner antwortete, und die Räume wurden nacheinander durchsucht. Drinnen war durch den Rauch (Nebelmaschine) absolute Nullsicht. Die erste Person, ein Kind, hatte sich in einer Kabine der Damentoilette versteckt.

Eine zweite Person war ein paar Räume weiter zusammengebrochen und nicht mehr ansprechbar. Beide Personen wurden schnell aus dem Gebäude gerettet und konnten versorgt werden.

 

15.30 Uhr:

Diesmal eine Alarmierung direkt vor Ort. Die Jugendlichen bekamen von der Leitstelle einen Einsatz gemeldet. Flächenbrand auf dem Kirmesplatz in Hüsten. Dort angekommen übernahm das eine Fahrzeug die Wasserentnahme aus der Ruhr und das andere die

Brandbekämpfung. Eine schöne Nassübung zum Abschluss der 24 Stunden und eine gute Abkühlung bei dem sommerlichen Wetter. 

 

 JF3 320 JF4 320  JF5 320,  JF15 320  JF12320
JF6 640 JF9 640 JF8 320 JF10 320 JF11 640
JF13 640 JF14 640