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Letzter Einsatz: >Brandeinsatz - Russbrand im Schornstein < am 22.09.2019 um 19:58 Uhr
Hochsauerlandkreis. Der Bedarf an Sondertransporten im Rettungsdienst wächst, seit vielen Jahren steigt dabei auch die Anzahl der Patienten mit Übergewicht, die notfallmäßig oder mit hausärztlicher Einweisung in ein Krankenhaus gebracht werden müssen. Hierauf hat der Hochsauerlandkreis aktuell reagiert: Landrat Dr. Karl Schneider konnte jetzt dem Rettungsdienst einen neuen Schwerlast- und Verlegungsrettungswagen übergeben. Das großvolumige Auto wird voraussichtlich im April als so genannter „Sonder-Rettungswagen“ beim Transport schwergewichtiger Patienten mit einem Körpergewicht ab 150 Kilogramm zum Einsatz kommen. Der Hochsauerlandkreis investierte in das Sonderfahrzeug inklusive aller Medizin- und Beladungsgegenstände rund 440.000 Euro. 
Die Ausstattung herkömmlicher Rettungs- und Krankentransportwagen hatte häufig nicht mehr ausgereicht, oft mussten, im Durchschnitt einmal pro Woche, Fahrzeuge mit langen Anfahrtswegen aus Dortmund, Paderborn oder Wuppertal in die Region alarmiert werden.
Das neue Fahrzeug ist mit Allradantrieb ausgestattet und wird vom zentralen Standort am Zentrum für Feuerschutz und Rettungswesen (ZFR) in Meschede kreisweit als so genannte Unterstützungskomponente betrieben. Zusätzlich verfügt der Schwerlast-Rettungswagen über technische Ausstattung, die zum Retten, Lagern und Transportieren von Patienten in besonderen Einsatzsituationen benötigt wird. 
 
 
Das Sonderfahrzeug ist mit einer 1500 Kilogramm Ladebordwand am Heck ausgestattet, um Patienten mit einem Körpergewicht von bis zu 400 Kilogramm auf einer elektrohydraulisch betriebenen Spezialtrage in das Fahrzeug zu befördern. Ebenso ist es möglich, bettlägerige Patienten samt Krankenhausbett mit Hilfe einer Spezialfixierung zu transportieren.
Zur Rettung aus unwegsamem Gelände stehen auf diesem Fahrzeug eine Schwerlastkorbtrage sowie ein Schwerlast-Rettungsbrett zur Verfügung. Zur Ausstattung gehört weiterhin spezielles Bordwerkzeug, das benötigt wird, um beispielsweise vor Ort in Patientenwohnungen Gebäudeteile oder -ausstattungen zu demontieren, damit adipöse Patienten durch Türen und Fenster transportiert werden können. Für intensivpflichtige Patienten gibt es eine erweiterte Ausstattung mit Medizinprodukten wie sechs Spritzenpumpen für lebenswichtige Medikamente.