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Bruchhausen/Niedereimer. Am Montagabend, dem 14. Mai erreichte die Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst des Hochsauerlandkreises eine automatische Feuermeldung der Firma Perstorp in Bruchhausen. Zum Glück handelte es sich nur um einen Übungsalarm.
 
Sofort setzten sich Feuerwehrkräfte des Basislöschzuges 6 (Niedereimer und Bruchhausen) vom nahegelegenen Feuerwehrgerätehaus in Bewegung. Zusätzlich wurde der betriebsinterne Alarmplan abgearbeitet und damit unter anderem die Betriebsfeuerwehr sowie der Werkskrisenstab alarmiert. 
 
Aufgrund der ersten Rückmeldungen wurde das Alarmstichwort erhöht, was zu einer Alarmierung weiterer Einheiten der Feuerwehr Arnsberg führte. Somit eilten der Fernmeldedienst und der BLZ 1 (Neheim und Voßwinkel) mit spezieller Ausrüstung für Gefahrguteinsätze nach Bruchhausen.
 
Vor Ort stellte sich heraus, dass es in einem Produktionsbereich zu einer Explosion gekommen war, in diesem Bereich wurden mehrere Mitarbeiter vermisst. Durch umher fliegende Trümmerteile war eine angrenzende Rohrleitung beschädigt, was zu einem Stoffaustritt führte.
 
Die Einsatzstelle wurde in mehrere Abschnitte unterteilt. Ein Bereich rettete die vermissten Personen und bekämpfte die Brände, welche im Zuge der Explosion entstanden waren. Weitere Einsatztrupps waren für die Wasserlieferung von der Ruhr zuständig, da bei einem solchen Szenario mit einem großen Wasserbedarf zu rechnen ist. Der dritte Abschnitt dichtete unter Vollschutzanzügen die Leckage ab und fing den bereits ausgelaufenen Stoff auf. Dann wurde die Einsatzkräfte dekontaminiert, um mögliche Stoffanhaftungen zu beseitigen.
 
Ein weiteres Übungsziel war die Optimierung der Zusammenarbeit von Feuerwehr-Einsatzleitung und Werkskrisenstab.
 
 
Die Übungsleitung zeigte sich zufrieden mit dem Übungsverlauf.  "Verbesserungspotentiale sind erkannt und werden in die weiteren Planungen und Ausbildungen einfließen", lautete die Manöverkritik. Perstorp Geschäftsführer Peter Hartmann dankte allen Beteiligten für die Teilnahme an dieser Übung und fand anerkennende Worte für das Engagement der ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleute. 
 
Wichtig: Die Feuerwehr Arnsberg übt regelmäßig an und in besonderen Objekten mit hohem Gefahrenpotential wie Industriebetrieben, Pflegeheimen und Tunnelanlagen. Diese Übungen nutzen die Einsatzkräfte, um die jeweiligen Örtlichkeiten kennenzulernen und um optimal für mögliche Einsätze vorbereitet zu sein.