Letzter Einsatz: >Ölspurbeseitigung - Ölspurbeseitigung! < am 10.04.2021 um 16:54 Uhr

„Retten-Löschen-Bergen-Schützen“ ist der Wahlspruch der Feuerwehr, die auf eine lange und wechselvolle Geschichte zum Schutz von Menschen und Gütern zurückblicken kann. Schon im Mittelalter wurden durch Feuersbrünste ganze Städte und Dörfer vernichtet ohne dass die Bevölkerung viel dagegenzusetzen hatte. Denn ein organisiertes Feuerlöschwesen entwickelte sich in Deutschland erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts. Das Feuerwehrmuseum „Brennpunkt – Feuerwehrmuseum der Generationen“ an der Clemens-August-Straße 122 öffnet nach der Winterpause wieder seine Tore. Ab dem 20. März können an ungeraden Wochenenden samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr interessierte Besucher das weitläufige Gebäude mit der umfangreichen Fahrzeugsammlung besichtigen. Die Besucher werden entsprechend den Corona-Richtlinien über eine „Einbahnstraßenregelung“ durch die Ausstellung geführt und erfahren dort, wie Brandbekämpfung, Hilfeleistung und Alarmierung in der Vergangenheit funktionierten und wie sich das Feuerlöschwesen in den Jahrhunderten vom unzweckmäßigen Ledereimer bis zum modernen Hilfeleistungsfahrzeug entwickelte.

Die Mitglieder des Vereins „Arnsberger-Feuerwehr-Historie“ (afh96) haben das Museum in den Wintermonaten wieder auf Vordermann gebracht und um zahlreiche Exponate erweitert. Neben einer umfangreichen Anzahl von historischen Löschgeräten ist Prunkstück des Museums der legendäre „Magirus-Rundhauber-Löschzug“ mit Tanklöschfahrzeug (Baujahr 1957), Löschfahrzeug (Baujahr 1961) und Drehleiter (Baujahr 1954). Für die Kinder gibt es neben dem Übungs-Brandhaus eine Atemschutzstrecke, wo die Kleinen mit Helm und Einsatzjacke das Kriechen durch ein verqualmtes Zimmer üben können. Aber auch das richtige Absetzen eines Notrufes ist wichtig, denn im Ernstfall kommt es hier auf Sekunden an.

Eine Einsatzleitstelle im Stil der 1970er und 80er Jahre demonstriert die verschiedenen Sirenentöne oder die Alarmierung der Feuerwehrkräfte über tragbare Meldeempfänger. An fünf Monitoren können sich die Besucher zukünftig über wichtige Feuerwehrthemen informieren, fertiggestellt ist bereits die Station „Arbeit des Nachtwächters“, der die Bürger bis zur Wende zum 20. Jahrhundert mit Hornsignal vor Gefahren und Notständen warnte sowie das Kapitel „Funk- und Fernmeldewesen“. Bis Ende 2022 sollen die weiteren Schwerpunkte „Löschwasserversorgung“, „Geschichte der Löschfahrzeuge“ und „Bedeutung und Funktion von Atemschutzgeräten“ sowie „Funk- und Fernmeldewesen“ abgeschlossen sein. „Stolz sind wir auf den voll restaurierten VW T 2 Bulli, der in dieser Saison erstmals gezeigt wird“, freut sich Afh96-Vorsitzender Franz Josef Berting über den Neuzugang. Das Auto ist fahrbereit und soll demnächst mit den originalen Nummernschildern wieder angemeldet werden. Kräftig am Werkeln sind die Helfer derzeit in der „Schrauberhalle“, hier wird ein ausgemustertes Löschfahrzeug, Typ LF 16 TS, wieder auf Vordermann gebracht. „Hierzu haben wir die Türen abgebaut und sind im Moment dabei die Außenverkleidung zu erneuern“, so Museums-Chef Berting. Anschließend wird das Fahrzeug, das der Verein von der Feuerwehr Heiligenhaus geschenkt bekommen hatte, entrostet und teilweise neu lackiert. In den Tagen vor der Eröffnung wurde im Brennpunkt noch einmal geputzt und gewienert, denn wenn die ersten Besucher kommen, soll alles blitzblank sein. Apropos Besucher: Natürlich herrschen im Museumsbereich Maskenpflicht und die Einhaltung der Hygieneregeln, am Eingang stehen Desinfektionsspender zur Händedesinfektion.

Da die gleichzeitige Besucheranzahl begrenzt ist, wäre eine vorherige Anmeldung sinnvoll. Natürlich kann man auch spontan vorbeikommen, hier könnte es allerdings zu Wartezeiten kommen. Also besser vorher eine E-Mail schreiben an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder während der Öffnungszeiten anrufen unter 02931 9390998.

Quelle: Wolfgang Becker